Früher Morgen. Knirschend bricht welkes Laub unter meinem Schritt. Feuchter Nebel liegt schwer über den Dächern und kriecht die Häuserwände herab. Träge wabert er durch die schmalen Gassen und die Welt versinkt in grenzenloser Enge. Jegliche Konturen verwischen im matten Licht einer unsichtbaren, nicht wärmenden Sonne. Fröstelnd schlage ich den Mantelkragen hoch. Graue Schattenwelt Eben war es noch Sommer Die Zeit verrinnt schnell
Der Bettler
Es war um die Mittagszeit. Die Türglocke läutete und überrascht erblickte ich einen Fremden. Er streckte mir seine schmutzige Hand entgegen. Sein Lächeln war breit, die Zähne faulig und lückenhaft. Mit zitternder Stimme klagte er über die Kälte und Boshaftigkeit der Menschen,erzählte von seinem Hunger und bettelte um einen Almosen. Ich erwiderte sein Lächeln und bat ihn, zu warten. Dann schloß ich für einen Moment die Tür, um ihm einen Imbiss zu bereiten. Armer Mann im Herbst eine warme Suppe wird seinen Hunger still'n