Der Traum (c) Martina Decker Vor gar nicht all zu langer Zeit Machte ein Mädchen sich bereit Und auf den Weg zum großen Glück. War hoffnungsvoll, sah nicht zurück Mit seiner Stimme zartem Klang Und wahrlich herrlichem Gesang Wollte es Karriere machen. Neidisch war der Freunde Lachen. Das Mädchen zog von Stadt zu Stadt Wo immer es ne Bühne gab. Nach Ruhm und Glanz stand ihm der Sinn zu jedem Casting ging es hin Doch niemals ward es ausgewählt Zum Leben fehlte bald das Geld Konnte nicht mehr Miete zahlen Litt an Hungers argen Qualen In einer Bar tat es dann singen Sich den Unterhalt verdingen Leicht bekleidet und verführerisch Sich räkelnd auf dem Thekentisch Es schloss die Augen, wenn es sang Sah nie sich all’ die Männer an die gedrängt am Tresen standen und es „süßes Schätzchen“ nannten Irgendwann nach vielen Wochen war des Mädchens Traum zerbrochen. Doch manchmal bringen Scherben Glück. Des Abends kam mit forschem Schritt Der Dieter auf ein schnelles Bier Blieb staunend stehen an der Tür Und rief: „Du singst so wunderbar! Komm gleich mit mir, du wirst ein Star!“ Nur Tage später war’s soweit Das Mädchen sang von Freud und Leid Von Herz und Schmerz und Liebesglück Und Dieter mischte Stück um Stück. Jeder Song stürmte die Charts Das Mädchen weilte unter Stars Hat doch noch ihren Weg gemacht Der Beste, wer am Schluss noch lacht!
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